cereneo Schweiz AG, Fachpersonal und Zuweiser
cereneo Schweiz AG, Fachpersonal und Zuweiser

Im Therapieeinsatz und der hohen Intensität der Behandlungen ist cereneo spezialisiert. Dank der engen Verknüpfung von Klinik und Wissenschaft ist cereneo stets auf dem aktuellsten Forschungsstand. Modernste Messverfahren und neueste therapeutische Möglichkeiten kommen hier zum Einsatz.

Die weltweite Vernetzung zu Spezialisten sowie universitäre Nähe und Kooperationen motivieren nicht nur das Team, sondern ermöglichen den maximalen Fortschritt für den Patienten.

cereneo Therapiekonzept

Neurologische Erkrankung / Akutbehandlung

Störungen des zentralen Nervensystems führen häufig zu einem Verlust verschiedener Körperfunktionen wie Sprechen, Schlucken, kognitiven und motorischen Funktionen mit direkten und indirekten Folgen für viele Bereiche des täglichen Lebens. Diese Störungen können unter anderem auftreten infolge von Schlaganfällen, Multipler Sklerose, Parkinson oder eines Schädel-Hirn-Traumas.

Symptome

Am Anfang des Rehabilitationsprozesses steht die genaue Analyse und Charakterisierung der Symptome und Defizite.
Die Komplexität der Einschränkungen erfordert einen interdisziplinären Therapieansatz, in dem die verschiedenen Berufsgruppen eng zusammenarbeiten. Um Erholung von Funktionen im Gehirn zu unterstützen und Aufgaben des täglichen Lebens wieder zu erlernen, ist intensives, gezieltes und alltagsorientiertes Training notwendig. Um die zu trainierenden Bereiche zu identifizieren, steht am Anfang die sorgfältige Erfassung von Symptomen und die exakte Analyse der Defizite durch Arzt und Therapeut mithilfe technischer Messverfahren. Dazu gehören etwa eine Ganganalyse mit 3D-Bewegungsmessung und Kraft- und Muskelaktivitätsmessungen oder auch Surrogatmarker aus Magnetresonanztomografie, evozierten Potentiale oder EEG.

Ziel des Patienten

Das übergeordnete Ziel ist es, gemeinsam mit dem Patienten die grösstmögliche Unabhängigkeit in seiner Lebenssituation und somit eine nachhaltige Steigerung seiner Lebensqualität zu erreichen. Unter Berücksichtigung der persönlichen Wertvorstellungen und der individuellen Wünsche des Patienten und der Angehörigen werden die Therapieziele definiert.

Therapie

Im Therapie-Konzept cereneo wird zu Beginn einer jeden Rehabilitationsphase ein individuelles patientenbezogenes Therapieprogramm erarbeitet.
Die Therapie vereint verschiedene Trainingsmethoden. Allen gemein ist der Versuch, ein Maximum an Therapieintensität (Dauer) zu realisieren; bestimmt wird dies durch die Leistungsfähigkeit und Motivation des Patienten.

INDIVIDUELE INTENSITÄT
Folgende Therapien kommen zum Einsatz:

  • Die manuelle Bewegungstherapie (Physio/Ergo) orientiert sich am Konzept des Forced Use. Mit Forced Use Training werden durch Übungen, die in progressiver Weise immer das Maximum vom Patienten fordern, Bewegungsmuster in Richtung der physiologischen Bewegung modifiziert.
  • Roboter-unterstütztes Bewegungstraining für Arm (Armeo Power, Armeo Spring, Hocoma AG, Volketswil, Schweiz; Amadeo, Tyromotion GmbH, Graz, Österreich) und Bein (Lokomat, Hokoma AG).
  • Dynamische partielle Gewichtsentlastung (Zero G, Aretech LLC Ashburn, USA)
  • Dynamisches Kraft- und Präzisionstraining der Beine (Allegro, Dynamic Devices AG, Zürich, Schweiz)
  • Virtuelle Realität und Spiegeltraining (YouRehab, Schlieren, Schweiz)
  • SplitBelt Laufband-Training (Bertec Inc, Columbus, USA)
  • Sprach- und Sprechtherapie
  • Training des Schluckens und der Zungenmotorik
  • Neurokognitives Training (Übungen, Computerprogramme) in der Neuropsychologie

Daneben verwenden wir supportive rehabilitative Verfahren:

  • Transkranielle DC Stimulation (tDCS)
  • Transkranielle repetitive Magnetstimulation (rTMS)
  • Medikamentöse Therapieansätze

FLEXIBEL HAND IN HAND
Die interdisziplinäre Zusammenarbeit ist von hoher Wichtigkeit und wann immer notwendig, werden Fachbereiche in spezifischen Behandlungen kombiniert, um den Patienten möglichst optimal zu fördern.

FORSCHUNG & TECHNIK
Die Forschung bildet dabei die Grundlage für personalisierte Behandlungen auf höchstem Niveau. Im cereneo gehen Forschung und Behandlung Hand in Hand. Dank der engen Verknüpfung von Klinik und Wissenschaft ist cereneo immer auf dem aktuellsten Wissensstand und setzt modernste Messverfahren und neueste therapeutische Möglichkeiten ein. Gerade in einem relativ jungen Forschungsfeld wie der Neurorehabilitation bedürfen aktuelle Ergebnisse einer kritischen Evaluation, bevor die Integration in eine Behandlung in Frage kommt.
Im cereneo wird Grundlagen- und klinische Forschung betrieben. Als Forschungsklinik nutzt cereneo aufwendige Technologien (strukturelles und funktionelles MRI, EEG, TMS) bei der Erforschung der Gehirnerholung und zur Entwicklung neuer Therapieansätze. Die Verfahren zur Messung von Hirnanatomie und -funktion, zur Hirnstimulation und Bewegungsanalyse schaffen Instrumentarien, mit denen zur Klärung wichtiger Fragen in der Neurorehabilitation beigetragen wird.

MOTIVATION
Im Verlauf der Behandlung zeigen kontinuierliche Messungen und Assessments den Erholungsverlauf auf. Jeden Tag wird der Patient durch seine Bezugsperson über Trainingsleistungen und seine Verbesserungen informiert – ein wesentlicher Faktor für die Motivation. Auch in diesem Bereich spielt die Forschung und Entwicklung im cereneo eine wichtige Rolle.

Assessment

So wird beispielsweise ein Monitoring- und Feedbacksystem entwickelt, welches - ähnlich der heute gebräuchlichen Aktivitätstracker im Freizeitbereich - die Therapie- und teilweise auch Freizeitaktivitäten der Patienten erfassen und in täglichen Zusammenfassungen zurückmelden kann.
In regelmässigen interdisziplinären Konferenzen treffen sich Neurologen, Physio- und Ergotherapeuten, Logopäden, Neuropsychologen, Ernährungswissenschaftler und Experten für rehabilitative Pflege, um das therapeutische Vorgehen festzulegen, zu überprüfen, zu dokumentieren und gegebenenfalls anzupassen. Sind Anpassungen erforderlich, werden erneut die Symptome beurteilt und daraus entsprechende Therapiemassnahmen abgeleitet, deren Wirksamkeit wiederum durch fortlaufende Messungen und Assessments überprüft werden.

Testimonial Dr. Kai Lutz

"cereneo bietet eine einzigartige Verbindung von moderner Neurorehabilitation und neurowissenschaftlichen Forschungsgrundlagen. Unsere im Haus befindlichen bildgebenden Verfahren und hochmodernen Labors ermöglichen es, den Fortschritt des Patienten genau zu erfassen. Der grösste Motivator für mich ist, dies direkt mitzuerleben sowie die auf die Bedürfnisse des Patienten zugeschnittenen und nachhaltigen Therapien anzuwenden."

Dr. Kai Lutz, Wissenschaftliche Leitung

Forschungsprojekte

Studie zur Verbesserung der Armfunktion nach Schlaganfällen durch intensives Training 2 – SMARTS 2

SMARTS 2 ist eine randomisierte, Einzel verblindete, multizentrische Studie, die den Effekt intensiver Robotertherapie für den Arm nach einem Schlaganfall untersucht.
Ein Schlaganfall führt häufig zu Einschränkungen der Armbeweglichkeit, die bei einer Vielzahl der Patienten nicht wieder vollständig zurückgeht. Ein intensives Training ist für eine vollständige Regeneration wichtig. Die Robotertherapie stellt hier eine vielversprechende Möglichkeit für Patienten nach einem Schlaganfall dar. Unklar ist bisher jedoch, ob die Robotertherapie der standardmässig durchgeführten Neurorehabilitation überlegen ist.

Unsere hier ansetzende Forschungsfrage lautet: kann die Armbeweglichkeit durch die Robotertherapie im Vergleich zur Standardtherapie bei Patienten nach Schlaganfall verbessert werden?

Interaction – Beobachtung von Schlaganfallpatienten in der Klinik und beim Patienten zu Hause

Interaction ist eine Beobachtungsstudie, bei der die Bewegungen von Schlaganfallpatienten mithilfe eines sensorbasierten Ganzkörperanzugs im cereneo und nach der Entlassung zuhause beobachtet werden.

Das Ziel der Studie ist, die Qualität und Quantität von Bewegungen im alltäglichen Leben zu überprüfen, um Verbesserungen oder Verschlechterungen im Gebrauch von Armen und Beinen während der Rehabilitation nachvollziehen zu können.

Motivationssteigerung und Intensitätsoptimierung in der Schlaganfallrehabilitation

In der Schlaganfallrehabilitation ist es wichtig, dass die Betroffenen während ihres Aufenthalts in einer Rehabilitationsklinik intensiv und aktiv trainieren. Kliniken sind im Normalfall bei der Optimierung der Trainingsaktivitäten der Patienten durch Limitationen im Personal und der Infrastruktur eingeschränkt.
Im cereneo werden verschiedene Ansätze zur Intensitätssteigerung der Therapie implementiert und anhand von Studien verifiziert. Die Motivation der Patienten soll durch verschiedene Interventionen gesteigert werden, um die Trainingsintensität zu erhöhen. Ausserhalb der geführten Therapien stehen den Patienten diverse Möglichkeiten zum Selbsttraining zur Verfügung, damit die gesamte Aufenthaltszeit in der Klinik optimal genutzt werden kann. Um die gegebene Infrastruktur und das vorhandene Personal der Klinik bestmöglich für geführtes Training nutzen zu können, ist ein Programm zur mathematischen Optimierung des Trainingsplans anhand der gegebenen Ressourcen in Entwicklung.

Im Verlauf der diversen Studien im cereneo werden die Aktivitäten und Trainingserfolge der Patienten systematisch aufgezeichnet und in auswertbarer Form dokumentiert. Es wird Wert darauf gelegt, die Dokumentationsprozesse zu automatisieren, in den klinischen Alltag einzubinden und zu publizieren, damit diese auch von anderen Kliniken übernommen werden können. Die gewonnenen Daten bilden einen wichtigen Grundbaustein für die Forschung zur Verbesserung der Genesung nach einem Schlaganfall.

ArmeoSenso Reward

Die ArmeoSenso-Reward Studie ist eine randomisierte multizentrische Studie mit dem Ziel, in Schlaganfallpatienten den Einfluss von Motivation auf den Therapieerfolg zu untersuchen. Das sensorbasierte Armtherapiesystem (ArmeoSenso) wird dabei in zwei unterschiedlichen Versionen eingesetzt, die sich in einigen spiel-spezifischen Punkten unterscheiden. Die Grundcharakteristik des Spiels wird dabei jedoch nicht verändert. Alle Teilnehmer trainieren während 15 Stunden, verteilt über 3 Wochen, ergänzend zur Standardtherapie. Die vom Patienten produzierten Bewegungen und der Therapieumfang bleiben zwischen den Studiengruppen vergleichbar. Allfällige Gruppenunterschiede im Therapieerfolg könnten so den motivierenden Aspekten des Therapiespiels zugeordnet werden.

Um den Therapieerfolg zu quantifizieren, werden von verblindeten Assessoren klinische Standardarmassessments (z.B. Fugl-Meyer Assessment und Wolf Motor Function Test) vor, direkt anschliessend und 3 Monate nach der 3-wöchigen Trainingsintervention durchgeführt. Darüber hinaus wird jeweils vor und nach jeder Therapiesession mit einem automatisierten Assessment der Bewegungsspielraum jedes Studienpatienten erfasst.

fMRT Reward Assessment

In einer Geschicklichkeitsaufgabe, welche im Magnetresonanztomographen (MRT) durchgeführt wird, können abhängig von der gezeigten Leistung kleine Geldbeträge gewonnen werden. Dies führt zur Aktivierung spezifischer Belohnungsareale im Gehirn, was mittels funktioneller Magnetresonanztomographie (fMRT) gemessen werden kann. In einer Studie mit gesunden Versuchspersonen konnten wir zeigen, dass diese Aktivierungen einen positiven Einfluss auf den Lernverlauf der Geschicklichkeitsaufgabe haben. Dieselben Prozesse könnten in Schlaganfallpatienten den Therapieverlauf positiv beeinflussen. Die Aktivierbarkeit dieser Belohnungsareale ist in Schlaganfallpatienten jedoch möglicherweise reduziert.

In der hier beschriebenen Studie möchten wir diese Geschicklichkeitsaufgabe daher als Assessment einsetzen, um Faktoren (z.B. Alter, Lokalisierung des Insults, Grad der motorischen Betroffenheit, etc.) zu bestimmen, welche in Schlaganfallpatienten zu reduzierten Aktivierungen führen. Darüber hinaus wollen wir das Assessment verwenden, um mit gesunden Versuchspersonen zu klären, ob sich eine Altersabhängigkeit der gemessenen Hirnaktivierung zeigt.

Fachpublikationen

2015

2014

2013

2012

2011

Gonzenbach, Roman R.; Taegtmeyer, Anne B.; Luft, Andreas; Russmann, Stefan (2011): Fluoxetine and motor recovery after ischaemic stroke. In: LANCET NEUROLOGY 10 (6), S. 499–500

Hosp, Jonas A.; Hertler, Benjamin; Atiemo, Clement Osei; Luft, Andreas R. (2011): Dopaminergic modulation of receptive fields in rat sensorimotor cortex. In: NEUROIMAGE 54 (1), S. 154–160. DOI: 10.1016/j.neuroimage.2010.07.029.

Luft AR. The scientific basis of stroke rehabilitation.SWISS ARCHIVES OF NEUROLOGY AND PSYCHIATRY162 (2011): S. 167-168

2010

2009

2008

Luft, Andreas; Macko, Richard; Forrester, Larry; Goldberg, Andrew; Hanley, Daniel F. (2008): Post-stroke exercise rehabilitation: what we know about retraining the motor system and how it may apply to retraining the heart. In: Cleveland Clinic journal of medicine 75 Suppl 2, S. S83-6.

2007

2006

2005

2004

Ettlin, D. A.; Zhang, H.; Lutz, K.; Jarmann, T.; Meier, D.; Gallo, L. M. et al. (2004): Cortical activation resulting from painless vibrotactile dental stimulation measured by functional magnetic resonance imaging (fMRI). In: JOURNAL OF DENTAL RESEARCH 83 (10), S. 757–761.

Luft, A. R.; McCombe-Waller, S.; Whitall, J.; Forrester, L. W.; Macko, R.; Sorkin, J. D. et al. (2004): Repetitive bilateral arm training and motor cortex activation in chronic stroke - A randomized controlled trial. In: JAMA-JOURNAL OF THE AMERICAN MEDICAL ASSOCIATION 292 (15), S. 1853–1861.

Luft, A. R.; Waller, S.; Whitall, J.; Forrester, L.; Smith, G. V.; Macko, R.; Hanley, D. F. (2004): Bilateral training induces functionally relevant recruitment of contralesional motor cortex in chronic stroke survivors. In: STROKE 35 (6), S. E184-E184.

Partner & Kooperationen

DynamicDevices

DynamicDevices

In Zusammenarbeit mit Dynamic Devices testet und hilft cereneo, den dynamischen Beintrainer Allegro zu entwickeln.

ETH Zürich

ETH Zürich

In Zusammenarbeit mit der ETH Zürich (D- HEST , Prof. Gassert , Prof. Riener ) entwickelt cereneo Sensortechnologien, um Schlaganfall-Patienten in ihrem täglichen Leben überwachen zu können. Zudem werden Metriken entwickelt, um Therapie-Effekte messen und Ärzte und Patienten über ihre Genesungsfortschritte informieren zu können.

LucerneHealth

LucerneHealth

LucerneHealth ist das gemeinsame Zentrum für internationale Patienten von cereneo, des Luzerner Kantonsspitals und der Hirslanden Klinik St. Anna, Luzern.

Hocoma

Hocoma

In Zusammenarbeit mit Hocoma entwickelt cereneo neue Trainingsgeräte und Roboter für Arme und Beine und testet ihre Verwendung in klinischen Studien.

Johns Hopkins University

Johns Hopkins University

In Zusammenarbeit mit der Johns Hopkins University führt cereneo randomisierte, klinische Studien im Bereich der Arm-Rehabilitation unter Verwendung neuartiger Roboter-Trainings-Ansätze durch.

Universität Twente

Universität Twente

In Zusammenarbeit mit der Universität Twente (Biomedizinische Signale und Systeme, Prof. Dr. ir. Peter Veltink) entwickelt cereneo Sensor und Feedback-Technologie für Schlaganfallpatienten.

Testimonial Michael Horacek

"Spitzenmedizin und entsprechende Therapie erfordern ausserordentliche Leistungen des Teams und beste Forschung. Und genau dies findet sich im cereneo wieder. Weltweite Vernetzung mit Experten und die Spezialisierung auf neurorehabilitative Therapien erlauben uns, die bestmöglichen Fortschritte für den Patienten zu erzielen. Wir gehen davon aus, dass sich die anfangs hohen Therapiekosten langfristig durch geringere Betreuungs- und Pflegekosten ausgleichen werden."

Michael Horacek, CEO & Verwaltungsratspräsident cereneo

Dokumente für Zuweiser

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